Link zur Studie
"Kinder der Landstrasse" von
Walter Leimgruber,
Thomas Meier und
Roger Sablonier

 

Aktenvermerke

Aktenvermerke über meine Kindheit, festgehalten zwischen März 1953 und 1966:

 

Diese Zeile in einem Brief von Dr. Siegfried, Leiter der Pro Juventute, war der Anfang meiner Geschichte:
"...ein neuer Ableger der Vagantität"
Die Odyssee beginnt:

Transportbefehl
vom 24.7.1953


"Eine Zeit lang probierte sie uns abzuschleichen, und wir haben uns gesagt, dass ihr das im Blute liege, denn wir mussten recht streng werden, bis das aufhörte!"
"Hoffen wir, dass wir aus dem Kinde durch Erziehung ein nettes Menschenkind erhalten, (trotzdem ich mich nicht etwa Illusionen hingeben will!)"
"Urseli ist eine typisches Vagantenkind mit aller liebenswürdigkeit, aber auch den unangenehmen Seiten dieser Kinder."
"... typische Eigenschaften
von Vagantenkindern.
"
"... ausgesprochene Schwererziehbarkeit"
"... moralisch sehr schwierig"
"... weil sie es ausserordentlich auf die Buben abgesehen hat"
"Da sie eine kleine Führernatur hatte, liess sie andere Kinder, besonders kleinere Buben, sich ausziehen und spielte dann "Doktor"..."
"... krankhafte Lügenhaftigkeit, sog. Pseudologia phantastica"

 

"Ursula war so recht ein Bild einer argen erblichen Belastung"